Rad am Ring – 07.09.2013

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Rad am Ring 2013 war wieder einmal ein Erlebnis. Nach dem schlechten Abschneiden im letzten Jahr, bin ich mit bescheidenen Zielen zum 75 Kilometer Rennen angetreten. Nach der schwachen Zeit im Vorjahr hatte ich diesmal nur die 3 Stunden-Grenze im Blick, die ich unterbieten wollte. In diesem Jahr war die Anfahrt zumindest staufrei, das war im letzten Jahr anders. Sorge machte ich mir bezüglich des Wetters. Schon auf der B257, dem Nürburgring-Zubringer, war die Straße nass. Dies hat normalerweise für den Ring nichts Gutes zu bedeuten, aber am Ring, oh Wunder, strahlender Sonnenschein. Ein Ärgernis waren die in diesem Jahr erstmals erhobenen Parkgebühren, aber der Ring ist nun mal pleite. Ich entschloss mich nach Müllenbach runterzufahren und dort im Gewerbegebiet zu parken. Nachdem ich das Rad rausgeholt und noch eine Kleinigkeit gegessen hatte, machte ich mich auf zur Abholung der Startunterlagen. Ich nutzte die historische Trasse der ehemalige Nürburgring Südschleife, die 1981/82 beim Bau der jetzigen Grand Prix-Strecke aufgegeben wurde. Hoch zum Start waren es gute drei Kilometer und etwa 140 Höhenmeter. Damit war die Muskulatur für das Rennen schon mal aufgewärmt. Bei der Startnummernausgabe herrschte Chaos pur. Nach Abgabe meiner Anmeldebestätigung, waren plötzlich Zettel und Startnummer unauffindbar. Ich verlor etwa 10 Minuten. Dann wieder runter nach Müllenbach, Startnummer ans Trikot, Flaschen ans Rad, Verpflegung und Windjacke eingepackt und los zum Start. Im Startblock dann Chaos Teil II. Überforderte Ordner, die die 75- und 25-Kilometer-Fahrer in einen Block gelotst hatten. Ich gab den 25er-Fahrern noch den Rat nicht mit uns zusammen über die Ziellinie zu rollen, da sie sonst disqualifiziert werden würden. Fünf Fahrer hatte es dann wirklich erwischt. Am Start traf ich dann noch einen Radler aus Stürzelberg, der mit seinem Bruder ebenfalls die 75er fahren wollte. Sein Bruder stellte im Startblock fest, dass sein Rahmen angerissen war. Ich gab ihm noch den Tipp in der Fuchsröhre vielleicht ein bisschen langsamer zu fahren.
Ich hatte diesmal einen wirklich guten Tag erwischt und im Rennen lief es dann von Anfang an sehr gut. Mit neuem Material konnte ich bereits in der ersten Runde eine neue Bestmarke im Punkto Höchstgeschwindigkeit setzen, die ich in der zweiten Runden, dank Windschatten eines 24-Stunden-Fahrers nochmals verbessern konnte. Die erste Runde war dann auch die Schnellste. Um glatte fünf Minuten konnte ich meine persönliche Bestzeit unterbieten. In der zweiten Runde hatte ich Pech. In Ex-Mühle fiel beim Runterschalten, die Kette aufs Tretlager und ich verlor etwa 30 Sekunden. Aber nach der zweiten Zieldurchfahrt, war ich mir sicher, die 3-Stunden-Marke zu unterbieten. Die Kräfte schwanden ein wenig und auch der Himmel wurde dunkler und dunkler, aber ähnlich wie beim Marathon in Hennef fuhr ich die letzte Runde mit Ruhe und Routine zu Ende. Hochzufrieden und mit geballter Faust überquerte ich nach 2:51 Stunden die Ziellinie. Platz 344 war der Lohn, für mein bislang bestes Rennen. Wolfgang traf ich im Anschluss bei der Transponderabgabe. Er berichtete von Bremsproblemen während des Rennens und fuhr auf Platz 254. Wir hielten uns nicht mehr lange in der Boxengasse auf und fuhren, auch wegen des anrückenden Regens, zügig Richtung Parkplatz. Im Müllenbach kam dann auch leichter Regen auf, doch ich hatte schnell das Material im Auto und machte mich, mit dem Gedanken was ich im nächsten Jahr fahren sollte, gut gelaunt auf den Heimweg. (Andreas)

 

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