Bericht von der Viertagestour 2022 – 26.06.2022

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Viertagestour 2022 des RSC Nievenheim

Mit Aufhebung der meisten Corona-Restriktionen konnte in diesem Jahr endlich wieder mit größerer Sicherheit die alljährliche Viertagestour (4TT) geplant werden. Andreas hat hierfür eine schöne Streckenführung erstellt und die Hotelbuchungen vorgenommen. Leider mussten sich von den ohnehin nur sechs angemeldeten Teilnehmern kurzfristig wieder zwei krankheitsbedingt abmelden. Doch auch zu viert konnte gestartet werden.

Da uns dieses Jahr eine Begleitperson fehlte, die den Gepäck- und Begleitwagen hätte fahren können, wurde ein Mietwagen gebucht, der reihum an einem Tag gesteuert werden musste. So ging es in Nievenheim am 23. Juni mit drei Radfahrern und Günther als Autofahrer los. Günther sollte zum Zielort bei Maastricht mit dem Wagen vorfahren und dann mittels Routennavigation der Gruppe entgegenkommen. Hat leider nicht perfekt geklappt und die drei sahen ihn während ihrer Pause an einer Tankstelle vorbeifahren. Mit einer kleinen Sprinteinlage von Noppel konnte er dann doch eingefangen werden und die Tour in der Gruppe beenden. Mit viel Sonne und Rückenwind kam man nach gut 100km in Berg aan de Maas an, wo in einem Fährhaus-Restaurant mit Blick auf das am anderen Maas-Ufer liegende Belgien die Energie- und Flüssigkeitsspeicher wieder aufgefüllt wurden.

Der folgende Tag begann sehr verregnet und sollte erst gegen Mittag besser werden. Daher wurde die Planung kurzfristig dem Wetter angepasst und die Gruppe fuhr “leicht improvisiert” mit dem Begleitwagen bis Emmerich.

Dort hatte sich die Wetterlage tatsächlich entspannt und nach dem Check-In im Hotel konnte eine verkürzte Etappe über ca. 60km gefahren werden. Gegen Ende gab es dann zwar doch noch eine Regendusche, die zwar heftig aber nur kurz war. Der Ausklang der Tour fand dann in einer schönen Eisdiele mitten in der Emmericher Innenstadt statt.

(Motto: Radfahren ohne Spaghetti-Eis ist möglich aber sinnlos!)

Anschließend wurden die Räder wieder auf Hochglanz geputzt, schließlich galt es, sich von der gleichzeitig eingetroffenen ADFC-EBike-Gruppe abzuheben! Im hoteleigenen Restaurant gab es im Anschluss das Abendessen. Der Kellner entpuppte sich als Fan von Borussia Mönchengladbach, was bei Ludwig als unserem Effzeh-Fan nicht so gut ankam. Aber auch er wurde schließlich doch noch satt!

Der dritte Tag war als Königsetappe mit knapp 130 km geplant und sollte ca. 600 Höhenmeter aufweisen, was alle außer Andreas angesichts des Abstechers in die Niederlande kaum glauben wollten. Auch wurde kein Autofahrer gebraucht, da es wieder nach Emmerich zurück ging. Tatsächlich ging es dann durch sehr schöne Waldgebiete in der Umgebung von Arnheim, die mit mancher kurzen aber steilen Steigung aufwarteten und so die angekündigten Höhenmeter auch erreicht wurden. Eine Kolonne von ca. 50 Traktoren konnte auf einem Feldweg leider nicht überholt werden und drückte somit auf die Durchschnittsgeschwindigkeit, bot aber dafür einen erholsamen Windschatten.

Arnheim beeindruckte vor allem durch seine starke Infrastruktur für Radfahrer, die eigene Wege und sogar einen separaten Kreisverkehr bot. Ob die Förderung des Radverkehrs auch bei uns einmal so weit vorangeschritten sein wird? In der Arnheimer Innenstadt wurde dann in einem Café in der Fußgängerzone eine schöne Pause eingelegt.

Der vierte und letzte Tag führte dann über insgesamt ca. 130km schon wieder von Emmerich zurück in die Heimat. Andreas fuhr mit dem Wagen vor und kam in Krefeld der Gruppe mit dem Rad entgegen, von wo es dann zu viert weiter ging. Zwei kleinere Schauer störten nicht weiter, da das Etappenziel zu Hause und nicht in einem Hotel lag. Ein besonderer Empfang wurde Günther zuteil, dessen Enkel am Ortseingang ihren Opa begeistert empfingen und auf den letzten Metern begleiteten.

Insgesamt wieder eine sehr schöne Vereinstour, auch wenn sie nicht die längste Strecke, die meisten Höhenmeter oder die meisten Teilnehmer aufwies. Aber dies kann ja dann im nächsten Jahr wieder erreicht werden. Ein besonderer Dank geht an Andreas für die perfekte Planung der Touren und der übrigen Organisation.

(Noppel)

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